
Es war ein lauer Sommerabend am 08. Juli, als ich zur Veranstaltung „Mehr als 90 Minuten – Fankultur im Fußball“ ins Bundeskanzleramt kam. Die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Dr. Schenderlein hatte ein hochkarätiges Podium geladen mit Stina Johannes, Nationalspielerin und Torhüterin des VfL Wolfsburg, Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer des 1. FC Union Berlin, Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), Daniela Wurbs, Leiterin „KickIn! Beratungsstelle Inklusion im Fußball“, sowie Christoph Biermann, Reporter bei 11Freunde und Buchautor. Die Diskussion war in verschiedene Kapitel gegliedert: Wie wird man Fan?, Welche Rituale prägen das Fandasein?, Welche Herausforderungen bestehen in der Fanszene?, Wie präsent sind Frauen in den Kurven?, Wie verbindet Fankultur die Menschen? Die Runde machte noch einmal deutlich, dass Fankultur vielfältig, progressiv und vor allem den Sport bereichernd ist. Dies hieße nicht, dass es keine Probleme gäbe, aber Stadien seien heutzutage sehr sichere Orte und könnten von Alt und Jung sowie von Familien ohne Sorge besucht werden.
Dieser Abend bestärkt mich in meinem Engagement für den Erhalt und die Stärkung der Fanrechte, für den Dialog mit Fans auf Augenhöhe und gegen die von den Innenministern geforderte stärkere Repression. Mein Dank gilt insbesondere den Gästen auf dem Podium, die so kraftvoll für eine lebendige und bunte Fankultur eintreten.
