Der Bundeskanzler erzeugt mit seiner Ankündigung zur Abschaffung des „Heizungsgesetzes“ und der Reform des Gebäudeenergiegesetzes sowohl in der Wärmepumpenbranche als auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern große Verunsicherung.
Das ist Gift für Investitionen, Kaufentscheidungen und die Weiterentwicklung des Marktes. Millioneninvestitionen, wie sie Stiebel Eltron letztes Jahr im Umfang von bis zu 72 Millionen Euro in Holzminden angekündigt hat, finden so keine verlässlichen Rahmenbedingungen vor. Das gefährdet Arbeitsplätze und die Weiterentwicklung am Standort Holzminden.
Statt den Wärmepumpenmarkt abzuwürgen, muss die Bundesregierung daran arbeiten, dass Deutschland einer der führenden Anbieter für Wärmepumpentechnologien bleibt.
In Holzminden arbeiten inzwischen über zweitausend Menschen allein für Stiebel Eltron. In ganz Deutschland arbeiten über 25.000 Menschen in der Wärmepumpenbranche und erwirtschaften jährlich über 2,5 Milliarden Euro. Ohne klare Rahmenbedingungen droht ein Strukturbruch wie bei der Solarindustrie mit massiven Jobverlusten und Abhängigkeit von Importen.
Deswegen fordere ich gemeinsam mit der Grünen Bundestagsfraktion in unserem heutigen Antrag im Plenum des Deutschen Bundestag u.a.:
- Das „Aufbauprogramm Wärmepumpe“ wiedereinzuführen
- Die Vorgabe zum Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien im Paragrafen 71 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beizubehalten
- Eine nationale Wärmepumpenstrategie zu entwickeln
Weitere Informationen zu unserer Initiative findet ihr hier: Wärmepumpenindustrie in Deutschland halten | Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen